Archiv des Autors: Alexander Bork

Berliner Einzelmeisterschaft der Kinder im Bodenkampf

Am 03.11.19 fand wieder die Berliner Einzelmeisterschaft der Kinder im Bodenkampf des Deutschen Jiu-Jitsu Rings Erich Rahn statt. 139 Athleten traten in der Sportschule Randori-Pro in Spandau in 21 Gruppen an und erkämpften sich dort tapfer ihre Meistertitel. Das Turnier war geprägt von einer tollen und fairen Athmospäre. Wir sahen viele spannende, aufregende und schöne Kämpfe und schlussendlich viele glückliche und stolze Kinder und Eltern! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

 

IMMAF European Open

Bei der IMMAF European Open im Juni 2019 gewinnen drei DJJR Sportlerinnen Edelmetall. Das ist eine mega Leistung für unseren kleinen Verband. Die drei Medizinstudentinnen Anna Gaul, Renana Bruckstein und Clara Danssmann holen Gold, Silber und Bronze bei diesem stark besetzten internationalen Top-Turnier. Glückwunsch auch an die Mitgliedsschulen Randori Pro und Sportschule Rahn. Und deren Trainer Lutz Heyden, Harry Werz und Thorsten Preiss.

DJJR Trainer erfolgreich bei IMMAF/GEMMAF Coachseminar

Die DJJR Trainer Lutz Heyden, Harry Werz, Felix Schwenzfeier und Thorsten Preiß, allesamt Sportwissenschaftler, dozierten beim ersten internationalen MMA Trainerlizenzlehrgang in Deutschland über diverse Themen, die den MMA Sport betreffen (Physiologie, Trainingswissenschaft, Didaktik, Pädagogik und Bewegungswissenschaften). Alle wurden mit hohen internationalen Trainerlizenzen von Andrey Moshanov versehen. Weitere DJJR-Mitglieder waren Teilnehmer dieses Lehrgangs und bestanden die Trainerlizenz Stufe 1. Herzlichen Glückwunsch an Oliver Roszak, Tolga Gürsoy, Patrick Drescher und Dominik Krüger. Das ist ein großer Erfolg für den DJJR.

1. Platz Hamburger Meisterschaft im Allkampf

Bela Pfeffer aus der Sportschule Rahn wird Hamburger Meister im Allkampf. In seinem ersten Wettkampf in der Erwachsenen Klasse siegt er in allen 6 (!) Kämpfen vorzeitig und siegt bei dieser stark besetzten Meisterschaft. Trainer Thorsten Preiß freut sich auf die Sport Jiujutsu WM im November.

DJJR Lehrgang in Weilheim am 19./ 20.10.2019

In Kooperation mit dem Deutschen Jiu-Jitsu Ring Erich Rahn e.V. (DJJR), Deutschen Dan-Träger und Budo-Lehrer Verband (DDBV) und der Internationalen Assoziation für Asiatische Kampf-Künste (INT.A.AS.K.K. veranstaltete die Abteilung Jiu-Jitsu / Shaolin-Tempel-Boxen des TSV 1847 Weilheim e.V. einen 2-tägigen Lehrgang um Neues zu lernen und Bekanntes aufzufrischen.

Als Hausherr des Dojo Weilheim (Lehrgangsstätte) und Funktionär des Deutschen Jiu-Jitsu Ring “Erich Rahn“ e.V. begrüßte Thomas Gerold 7. Dan Jiu-Jitsu / 1. Kampfdan Tempelboxen (Stellvertretender Vorsitzender des Großmeisterkollegiums) die Lehrgangsreferenten Andreas Woithon 8. Dan Jiu-Jitsu / 3. Kampfdan Tempelboxen und Achim Fischer 6. Dan Jiu-Jitsu / 1.Kampfdan Tempelboxen und stellte diese den ca. 40 Teilnehmern, die aus dem Kölner und Bayerischen Raum angereist waren, kurz vor.

Jiu-Jitsu, Selbstverteidigung und Tempelboxen standen auf dem Programm. Die Referenten des Lehrgangs wussten ihre Unterrichtseinheiten systematisch zu vermitteln, achteten auf korrekte Ausführung der gezeigten Techniken bzw. Schrittfolgen und gingen auch auf individuelle Fragen der Übenden ein.

Andreas Woithon referierte über militärischen Nahkampf (hierbei wird grundsätzlich von mehreren Angreifern ausgegangen) zu Befreiungen aus Würgetechniken, Jackenfassen und Beinabwehren. Hierbei wurde auf ein langsames Einstudieren der neuen Bewegungen großer Wert gelegt. Die Einheit wurde mit mehreren Schulkämpfen der Teilnehmer untereinander (ca. 20 Minuten) zum Ausklang gebracht.

Achim Fischer referierte ebenfalls über militärischen Nahkampf, wobei hier der Ansatz der Fausttechniken mit dem „richtigen Schrittsystem“ im Vordergrund stand. Die Fausttechniken wurden gegen Faust u. Fußangriffe sowie gegen Wügeangriffe und Handgelenkfassen geübt. Die Einheit wurde ebenfalls mit mehreren Schulkämpfen der Teilnehmer untereinander (ca. 20 Minuten) vervollständigt.

Thomas Gerold referierte über die Verteidigung gegen einen Stockangreifer. Das Prinzip der klebenden Hand wurde erläutert und mit verschiedenen Blockvarianten geübt.

Die Verteidigungstechniken wurden zuerst im Stand beendet, danach wurden Techniken bis zum Boden weitergeführt mit anschließender Entwaffnung. Hierbei wurde Thomas von seinem Meisterschüler Davoud Sharifi 5. Dan Jiu-Jitsu unterstützt.

Danach war das „Reingehen“ in den Angreifer bei einer Kampfsituation „Faust-Fußkampf“ Thema. Es wurden 2 Beispiele mit unterschiedlichen Ansatzpunkten der Gegenwehr geübt. In der 3 Schulkampfeinheit (ca. 20 Minuten) des ersten Tages konnte Erlerntes ausprobiert und geübt werden.

Der erste Tag fand bei bayerischem Bier, gutem Essen und vielen guten Gesprächen in einer Weilheimer Gaststätte seinen Ausklang.

Am zweiten Tag konnten ca. 35 Teilnehmer begrüßt werden. Achim Fischer begann den frühen Vormittag mit Fausttechniken vom ersten Tag und technischen Erweiterungen zum Thema. Diese Fausttechniken wurden wiederum in mögliche Situationen auf der Straße eingebaut. Auch wurde mit einer Messerverteidigung das Lauf- und Schrittsystem, das sich durch das ganze System der Kölner Großmeister zieht, nochmals erläutert und erklärt.

Andreas Woithon zeigte danach eine mögliche Verteidigung gegen gerade und gedrehte Beintritte. Auch wurde auf Kontertechniken in einer Kampfsituation eingegangen. Zum Ausklang des Lehrgangs konnten die geübten Bewegungen in mehreren Schulkämpfen der Teilnehmer untereinander (ca. 45 Minuten) ausprobiert werden.

Die Teilnehmer kamen aus den verschiedensten Budorichtungen wie Jiu-Jitsu, Jiu-Jitsu-Karate, aus den verschiedensten. Karatestilen und aus dem Kung Fu.

Ein achtsames und gutes Miteinander ist u.a. ein Schlüssel zum Lernerfolg in den Kampfkünsten. Dies war zu jeder Zeit des Lehrganges gegeben und im Dojo auch spürbar, sodass ein sehr lehrreicher und harmonischer 2-tägiger Lehrgang zu Stande kam.

Mit sportlichen Grüßen

Thomas Gerold

World Games – Varazdin Kroatien 2019

Riesenerfolg für die Teilnehmer der Budo Akademie Zanshin Bad Reichenhall bei den diesjährigen World Martial Arts Games in Kroatien – den World Games des Kampfsports. Mit dem September fanden die Trainingseinheiten der Budo Akademie Zanshin Bad Reichenhall ihren Höhepunkt und das gesamte Training wurde nur auf das eine Ziel „1. Platz“ abgestimmt. Dabeisein ist zwar alles, doch ohne Ziel vor Augen ist kein Trainingskonzept richtungsweisend. Die Budo Akademie Zanshin Bad Reichenhall konnte dieses Jahr zwar nur eine kleine Gesandtschaft für das Deutsche Nationalteam stellen – doch diese kleine Abordnung, bestehend aus Angela Noemia Barth und Michael Pfnür, stellte alle Erwartungen in den Schatten.

Michael Pfnür bereitete sich auf die Disziplinen „Leichtkontakt Kickboxen“ und „Kick Light“ vor. Kick Light ist identisch mit „Leichtkontakt Kickboxen“ beinhaltet jedoch auch Lowkicks (Tritte auf die Oberschenkel). Michael Pfnür ist technisch auf sehr hohem Niveau und daher wurden die Trainingsinhalte mehr auf taktische Schwerpunkte gelegt. So wurde sein Kampfstil von seinen Trainern der Budo Akademie Zanshin, Peter Wetzelsperger und Christian Erber, in der Vorbereitungsphase stetig analysiert und optimiert. Allein durch die konsequente Optimierung und Verbesserung seiner Beinarbeit konnte der entscheidende Sprung nach vorne erreicht werden. Kickboxen ist nicht nur ein Sport in welchem geschlagen und getreten wird, vielmehr ähnelt es einem Schachspiel, in der Strategie und taktile Klugheit den Ausschlag geben können. Ab einem gewissenNiveau entscheiden nicht mehr Stärke und Schnelligkeit, sondern taktische und intelligente Züge. Für Michael Pfnür konnten mit der Umstellung der Beinarbeit und dazu speziell auf ihn abgestimmten Techniken, diese taktischen „Schachzüge“ gesetzt werden. Michael positionierte sich zum Beispiel so, wie die Gegner in für ihre eigenen Angriffe erwartet hätten – durch seine Beinarbeit war er in diesen Momenten meist jedoch an anderer Stelle, wo er nicht erwartet wurde und konnte dann aus diesen überraschenden Positionen seine Gegner „Schach Matt“ setzen. Großer Jubel dann im Zanshin- und im National-Team als Michael Pfnür das Finale im Leichtkontakt für sich entscheiden konnte. 1. Platz und somit World Games Sieger 2019. Getragen durch die Euphorie seines ersten World Champion Titels ging es dann in das Battle „Kick Light“. Auch hier glänzte Michael Pfnür mit guter Leistung. Beeinflusst durch seinen ersten Erfolg, nahm er das erreichte Finale leider etwas zu locker, sicherte sich aber trotzdem mit Bravour den zweiten Platz.

Am Ende des ersten Turniertages stieg dann die Anspannung für die Zanshin Sportlerin Angela Noemia Barth. Sie startete in diesem Jahr nur in der Disziplin „Bruchtest“, da ihr Knie etwas Probleme macht. Letztes Jahr konnte Angela Noemia Barth in der Mix-Klasse (Frauen und Männer in einer Klasse) die Konkurrenz deutlich dominieren. Beim Bruchtest geht es darum mit Technikvielfalt, Präzision und Entschlossenheit durch Grundtechniken wie z.B. Fauststöße oder Beintritte, verschiedenste Gegenstände zu durchbrechen. Angela Noemia Barth startet hier immer öfter in der Männerklasse, da sie beiden weiblichen Teilnehmern derzeit keine ernstzunehmenden Gegnerinnen finden kann. Selbstzweifel sind bei der Bruchtestdisziplin fehl am Platz. Ein Fehlversuch kann hier gleich ein paar Plätz kosten oder auch eine schlimme Verletzung nach sich ziehen. und so sind auch bei der Bruchtestdisziplin ihre Trainer des Zanshin Teams unerbittlich. In der Vorbereitung immer wieder mit Wiederholungen der Techniken auf Perfektion und Sauberkeit gedrillt, lag der Fokus schließlich auf einer positive Geisteshaltung, denn: Der Körper folgt dem Geist. Die Psyche entscheidet, wie so oft, über Sieg oder Niederlage – Gelingen oder Nichtgelingen. Die Disziplin „Bruchtest“ ist auch immer ein Zuschauermagnet, denn diesem Show-Faktor kann sich keiner entziehen. So konnte Angela Noemia Barth, getragen durch den Applaus der Zuschauer, ihre Bestleistung abrufen und sich ebenfalls den ersten Platz im Bruchtest sichern – Bruchtest World Champion.

Als Trophäe gab es für den Kickboxsieg einen Gürtel und für den Titel im Bruchtest eine edles Samuraischwert. Stress, Reise, Anstrengung, Schweiß und höchster Körpereinsatz haben sich wieder einmal für die Sportler der Budo Akademie Zanshin gelohnt.

Bericht: Peter Wetzelsperger, Budo Akademie Zanshin Bad Reichenhall